1801 - Schach in Fürstenwalde

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1801

Königin Luise hat Geburtstag

Königin Luise nach einem alten Medaillon [1] [3]

Abb.: Königin Luise nach einem alten Medaillon [1] [3]

Zum Geburtstag der Königin, 10. März, stellte der Herzog [Carl August von Weimar] einen ausbündigen Spaß an: er introduzierte einen Juden, den er protegierte, und der die Silhouetten der versammelten Fürstlichkeiten nebst ihrem respektiven Gefolge nehmen musste; alle diese Silhouetten wurden in einem Tableau vereinigt, um es der Königin zum Glückwunsch zu überreichen. Der Jude ward zum Tee introduziert; während er silhouettierte, trieb der Herzog den ergötzlichsten Schabernack mit ihm. Zu gleicher Zeit machten die Großfürstin [Helene] und die Prinzessin von Oranien Musik, der Herzog von Cambridge schrieb, indem er God save the king sang, an seinen Onkel, den Herzog von Strelitz, der Prinz von Oranien spielte mit dem Prinzen von Darmstadt Schach und der Kammerherr Wengersky las den Prinzessinnen, die am Klavier saßen, eine Piece von Gualtieri in Versen vor, die in Musik gesetzt werden sollte.
(Eduard Vehse, Preußische Hofgeschichten, München 1913, Bd. IV, S. 156 f.)
Aus alledem erhellt, dass Goethes Herzog ein fürchterlicher Scherzkeks war.

Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach [46]

Abb.: Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach [46]

Öl auf Leinwand, Kopie nach J. F. A. Tischbein von G. M. Kraus, 1796/97
    
 
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