1819 - Schach in Fürstenwalde

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1819

Romantische Schäferstunde

Baron Boris Uxkull hatte als blutjunger Offizier auf russischer Seite in 17 Schlachten gegen die Grande Armee Napoleons gekämpft. Dann nahm er seinen Abschied und widmete sich hinfort der Hegelschen Philosophie und den Damen. Übrigens lesen sich Uxkulls Tagebuchaufzeichnungen der Feldzüge weitaus spannender als die seiner Bettgeschichten.
Nürnberg, 1., 2. und 3. April [1819]
Aus dem Schlosse [zu Ansbach] gingen wir in das schöne Bestelmaiersche Magazin, wo wir  manche hübsche Nürnberger Quincaillerien [kurze Waren, Souvenirs] besahen und auch einiges einkauften, unter anderem ein Schachspiel, welches uns, da Helene spielt, recht von Nutzen sein könnte.
(Armeen und Amouren, Ein Tagebuch aus Napoleonischer Zeit von Boris Uxkull, Reinbek 1965, S. 241)
Nürnberg, 4. April
Den Abend spielten wir Schach und lasen aus dem Müller. Helene gähnte dabei.

(ebenda, S. 242)
Der Baron notiert noch zweimal Schachpartien mit der Geliebten Helene Hahn, aber keine Ergebnisse.

 
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