1895 - Schach in Fürstenwalde

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1895

Zu Bismarcks 80.

Bismarck in Friedrichsruh auf einer Bank mit den beiden Doggen am 6. Juli 1891 [26]
Abb.: Bismarck in Friedrichsruh auf einer Bank
mit den beiden Doggen am 6. Juli 1891 [26]

Seit seinem 70. Geburtstag erhielt der Fürst massenhaft Glückwunschadressen, Mappen, Diplome, Ehrenbürger- und Doktorbriefe (darunter zum 80. den Ehrenmeister der Berliner Fleischerinnung), martialische Geschenke wie ungarische Pallasche, amerikanische Trommelrevolver und brasilianische Giftpfeile, unzählige Nippes, dabei geschnitzte Elefantenzähne und Rhinozeroshörner. All das kam in das Bismarck-Museum zu Schönhausen. Manch Nützliches dagegen wurde dem fürstlichen Haushalt in Friedrichsruh einverleibt, darunter ein Schachtisch.


Spieltisch, Geschenk des Herrn Paul Gericke in Hamburg.

Einen Spieltisch, der erst kurz zuvor patentirt war, hat der Herr Möbelfabrikant P. Gericke in Hamburg dem Fürsten als Geburtstagsgeschenk gemacht, mit der Bitte, diese Art von Tischen in Zukunft Bismarcktische nennen zu dürfen. Der Tisch ist völlig in den Werkstätten der genannten Firma hergestellt worden, auch die Drechsler- und Bildhauerarbeiten daran. Er ist aus massivem Nußbaumholz gearbeitet mit eingelegter Tischplatte, in deren Mitte sich die 64 Felder eines Schachbretts befinden. Die Tischsäule ist mit reicher Bildhauerarbeit versehen. Auf einen Federdruck schnellen aus dem Tisch vier Platten hervor, auf welche Leuchter, Gläser etc. gestellt werden können. Vier Schubkästen lassen sich ebenfalls durch Federdruck öffnen; einer derselben birgt eine selbstthätige Kartenpresse. Der Fürst hat den originellen und praktischen Tisch in Friedrichsruh zu eigenem Gebrauch zurückbehalten.
(Das Bismarck-Museum in Bild und Wort. Ein Denkmal deutscher Dankbarkeit. Berlin 1896, S. 98)

Bismarcktisch [17]

Abb.: Bismarcktisch [17]

 
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