8. Jahrhundert - Schach in Fürstenwalde

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8. Jahrhundert

Über die Erfindung des Schachspiels

Über die "Geschichte und Literatur des Schachspiels" gibt es ein gründliches Werk von Antonius van der Linde (Berlin 1874). Trotzdem bemerkt der Verfasser gleich im Vorwort:

"Naiven Erwartungen gegenüber muß ich … von vornherein bestätigen, daß ich das Erfindungsprotokoll des Schachspiels noch immer nicht entdeckt habe."

Ziemlich sicher ist die Erfindung in das 8. Jahrhundert n. Chr. und nach Indien zu setzen. Bloße Fabeln sind: die in Schulbüchern häufige Erzählung, der Großwesir des persischen Schahs habe das Spiel erdacht, um diesem zu zeigen, daß er trotz seiner persönlichen Wichtigkeit nichts ohne Räte und Truppen ausrichten könne. Ferner die andere, daß der indische Erfinder Sissa ibn-Dahir von dem Könige Shirâm, der von dem Spiel entzückt war, auf dessen Aufforderung, sich eine Gnade auszubitten, so viel Weizenkörner erbeten habe, daß auf das erste Feld des Schachbrettes eins, auf das zweite zwei, auf das dritte vier, auf das vierte acht usw. auf jedes folgende doppelt so viel wie auf das vorhergehende gerechnet wurde. Der König, heißt es dann weiter, habe, ohne sich zu bedenken, die Bitte bewilligt. Als man aber die Summe der Körner nachgerechnet, habe sich herausgestellt, daß die ganze Erde so viel Weizen nicht tragen könne. In der Tat beträgt die Zahl: 264-1; das ist ausgerechnet 18.446.666.666.666.666.666!
(W.L. Hertslet, Der Treppenwitz der Weltgeschichte, Berlin 1927, S. 120)
Ausgerechnet?

 
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