Bücher - Schach in Fürstenwalde

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Zur Kulturgeschichte des Schachs

1958 kommt Alfred Kiefers Buch "DAS SCHACHSPIEL in Literatur und Kunst" pünktlich zur Schacholympiade in München heraus. In der Vorrede schreibt Großmeister Wolfgang Unzicker: Der Schachmeister läuft bei der Masse der Turniere und Wettkämpfe in unseren Tagen Gefahr, daß ihm die edle Kunst zu einer die Begeisterung und die schöpferische Kraft abstumpfenden Routinesache wird und ihm der Blick für die Schönheit der Schachkunst getrübt wird. Dieser für das Schach wenig erfreulichen Entwicklung möge dieses Buch entgegenwirken. (S. 10)

Titelblatt mit Widmung des Autors [4]

Abb.: Titelblatt mit Widmung des Autors [4]

1979 editiert der Paul Neff Verlag Joachim A. Franks Schach-Brevier "Lob des königlichen Spiels". Der Verfasser erläutert im Vorwort: Ich kann wie jeder Autor nur für meinesgleichen schreiben und habe versucht, was auch dem instruierten Dilettanten gestattet ist: durch die Schilderung des Schachs und der Welt der Schachspieler all denen einen gedrängten Überblick zu geben, die das Schach als kulturgeschichtliches Phänomen fesselt… (S. 7)

Außentitel des Schach-Breviers [33]

Abb.: Außentitel des Schach-Breviers [33]

Oben der Mittelteil des Holzschnitts einer italienischen Cessolis-Ausgabe von 1493

1986 erscheint in Leipzig Joachim Petzolds "SCHACH Eine Kulturgeschichte" mit einem Geleitwort des Großmeisters und Schachsammlers Lothar Schmid, in dem es heißt: Die Form ist anspruchsvoll, aber jedermann kann verstehen, ja sogar mit einer gewissen Spannung lesen und betrachten, welch überragende kulturgeschichtliche Bedeutung das Schach unter allen Spielen im Lauf der Jahrhunderte gewonnen hat. (S. 6)

Schutzumschlag mit Miniatur: Abendländischer und maurischer Ritter beim Schach. [5]

Abb.: Schutzumschlag mit Miniatur:
Abendländischer und maurischer Ritter beim Schach. 
[5]

2000 gibt Beat Rüegsegger im Schweizer Eigenverlag das Buch "Persönlichkeiten und das Schachspiel" heraus. In seinem Vorwort erklärt der Autor: Die Zusammenstellung in diesem Buch ist ein zugegebenermassen unvollständiger Versuch, die zahlreichen Persönlichkeiten, die in irgend einer Form mit dem Schachspiel in Berührung gekommen sind, aufzulisten und die bekannten Beziehungen zu zeigen und zu dokumentieren. Der Autor konnte hierbei zwei seiner Hobbys, die er schon seit seiner Kindheit betreibt, sinnvoll verbinden, nämlich das Schachspielen und das Sammeln von Briefmarken. (S. 8)

Der Schutzumschlag [6]

Abb.: Der Schutzumschlag [6]

2002 erscheint in New York bei Abrams "The art of chess" und zeitgleich bei Knesebeck die deutsche Version "Schach", übertitelt "Eine Kulturgeschichte", von  Colleen Schafroth, der Direktorin des Maryhill Museum of Art in Goldendale, Washington. Dabei handelt es sich um eine Kunsthandwerksgeschichte der Schachfigur.

In vieler Hinsicht sind es die Figuren selbst, die uns die Geschichte des Schachspiels erzählen. ... Schachgarnituren sind kulturelle Wahrzeichen; sie spiegeln unterschiedliche Bedeutungsgeschichten wider, die den Figuren bewusst oder unabsichtlich von Künstlern eingeschrieben wurden, die unter dem Einfluss ihrer Gesellschaft und ihrer Zeit gearbeitet haben. So wurden diese Kleinskulpturen zu greifbaren, vielsagenden Relikten der Vergangenheit.
(Colleen Schafroth, Schach, München 2002, S. 7 f.)
Auch Schachspiele sind Ausgeburten des Zeitgeists.
Sowjetische Schachfiguren aus Porzellan von 1922 [48]

Abb.: Sowjetische Schachfiguren aus Porzellan von 1922 [48]

Diese Garnitur, in der die Sowjets den Kapitalisten den Kampf ansagen, ist ein einzigartiges Abbild der damaligen politischen Ideologie. Die Darstellung der Kapitalisten - der Bauer in Ketten, Dame und König als Inbegriff des Lasters und im Gewand des Todes - bietet eine wenig schmeichelhafte Sicht des Westens, während die gegnerische Seite - Landarbeiter und Werktätige, Dame und König jugendlich und strotzend vor Gesundheit - die Sowjets als moralische Sieger zeigt. Diese Garnitur wurde von Natalia und Yelena Danko entworfen.

(Colleen Schafroth, Schach, München 2002, S. 11)
 
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