Erfurter Schachfestival 2013 - Schach in Fürstenwalde

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Erfurter Schachfestival 2013

Altstadtbilder Erfurt
Bilder vom Erfurter Schachfestival 2013

25.12.2013 (Daniela Hoffmann): Anreise in Erfurt. Es nieselt. Das Radisson Blue ist noch leer, noch... Unser Zimmer ist ziemlich winzig, doch eine Woche werden wir schon durchhalten. Nur eines fehlt: ein Schrank. Da müssen wir wohl das Handtuchregal umfunktionieren.

26.12.2013 (Daniela Hoffmann): Wir sind den ganzen Vormittag in der Altstadt herumgelaufen. Obwohl es grau in grau war und jeden Moment regnen konnte, haben wir so einige tolle Fotos geschossen. Gegen 14:30 Uhr haben wir uns für unsere Turniere registriert. Für Thomas gehts um 18:30 Uhr los, für mich erst morgen früh. Wir spielen in verschiedenen Turnieren, da Thomas nicht wieder das glückliche Los gegen mich ziehen möchte. Jetzt spielt er das Hauptturnier und ich darf ins Amateurturnier.

(Thomas Hoffmann): Daniela hätte sich natürlich auch zum Meisterturnier anmelden können. Bei meiner TWZ gehöre ich bei dem Spielfeld eher auch ins Amateurturnier, aber mal sehen, ob ich mithalten kann.
Übrigends, es gibt jeden Tag einen besonders schönen Preis für den Pechvogel des Tages. Diesen Preis kann man gewinnen, wenn man in einer Gewinnstellung beispielsweise durch einen einzigen Zug die Partie sofort wegschmeißt. Heute spielte ich gegen Matthias Wunderlich (DWZ: 1694, ELO: 1785) vom BSV - KW Jänschwalde 94 e.V. Im 20. Zug riss ich seine Königsstellung auf, ein paar Züge weiter sah alles auch nach Gewinn aus. Leider habe ich im 27. Zug einen Bauern mit der falschen Figur geschlagen und mein Gegner hatte den Weg frei für ein einzügiges Matt. Sein Kommentar: "Da will jemand den Preis für den größten Pechvogel gewinnen". Nunja, ich habe den Antrag auf diesen Preis gestellt. Mal sehen, wie die Jury entscheidet.


27.12.2013 (Daniela Hoffmann): Heute durfte auch ich spielen - im Amateurturnier. Von 77 Spielern stehe an der 47. Startposition und treffe im ersten Spiel auf den an 9 gesetzten Rolf Wieland (DWZ: 1462) vom SC Plauen 1952. Seine Eröffnung zwingt mich von Anfang an zu improvisieren und meine anfängliche Aufregung lässt mich seinen ersten Patzer übersehen und selbst einen machen - Bauernverlust. Gut, so schnell wird nicht aufgegeben. Nach drei Stunden hab ich mein erstes Remis.

Im zweiten Spiel treffe ich auf Gerd Held (DWZ: 1379) vom SC Groß-Zimmern. Seine schwarze Spielweise kenne ich ganz genau, daher verwirre ich ihn erstmal mit anderen Zügen und bringe ihn mit einer Springergabel auf Dame, Turm und Läufer ziemlich in Bedrängnis. Er entscheidet sich, die Dame für meinen Springer und meinen Turm zu opfern. Mir war klar, mit Dame, Turm und zwei Läufern gegen zwei Türme, zwei Läufer und einen Springer wird es nicht wirklich leichter. Und der Springer sollte mir noch so einige knifflige Momente bescheren. Das Spiel endete Remis durch Zugwiederholung.

Thomas traf im heutigen ersten Spiel auf Ralf Heinrichs (DWZ: 1579, ELO: 1801) vom Rheydt Schachverein 1920. Das Spiel verlief etwas unglücklich, dann warf sein Gegner auch noch die Uhr um und die Stellung konnte nicht wiederhergestellt werden. Am Nachbarbrett wurde die Partie dann nachgezogen und weitergespielt. Die Konzentration war bei Thomas weg und führte endgültig zum Spielverlust.

Thomas' zweites Spiel gegen Hans-Jürgen Ebeling (DWZ: 1470, ELO: 1693) vom Peiner SV verlief viel besser. Im 28. Zug gewann Thomas eine Leichtfigur. Im Endspiel hatte er nun eine Dame gegen einen Läufer gegen eine Dame. Ach ja, drei Freibauern hatte er auch, auf a, b und c. Es sei ihm verziehen, dass er am Ende einen eleganten Spieß übersehen hat, denn seine Übermacht reichte auch so zum Sieg.

Und da hier die Weihnachtsbuden noch auf haben, sind wir im Anschluss noch dorthin.

28.12.2013 (Daniela Hoffmann): Mein erstes Spiel ging heute leider verloren und zwar  gegen den 10-jährigen Maurice Held (DWZ: 1332, ELO: 1601) vom SC Ladja Roßdorf - übrigends der Enkel meines zweiten Gegners von gestern. Der Vater spielt im Meisterturnier und hat eine DWZ und ELO von jeweils über 2000. Damit nimmt Familie Held mit 3 Generationen am Schachfestival teil - Wahnsinn.

Meinen zweiten Gegner konnte ich nicht einschätzen, er hat noch keine Wertzahl. Nach 30 Minuten und 18 Zügen habe ich Victor Scholz vom SV Puschendorf 1949 e.V. matt gesetzt. Er hat sich ohne Rochade nur auf Angriff fixiert...

Thomas hatte heute morgen ein schweres Los gegen Lutz Krajinski (DWZ: 1633, ELO: 1743) vom SV Medizin Erfurt. Lutz Krajinski ist gelähmt (Spastik), ist im Schach aber voll auf der Höhe. Gegen seine starke Bauernfront fand Thomas kein wirksames Rezept und wurde matt gesetzt.

Das zweite  Spiel gegen Pia Graf (DWZ: 1554, ELO: 1581) vom FSV ASP Hoyerswerda verlief glimpflicher. In einer geschlossenen Stellung einigten sich beide nach 38 Zügen auf ein faires Remis.

29.12.2013 (Daniela Hoffmann): Heute ist mein Durchhängertag. Schon im ersten Spiel merkte ich, dass die Konzentration nicht so tief ist wie sonst. Am Fernsehteam lag es nicht, die haben sich auf die Kinder gestürzt. Mein Gegner Karl Rosinus (DWZ: 1305, ELO: 1589) vom SC 1975 Bann wusste aber auch nicht, wie er durch die sich blockierenden Bauern durchkommt. Ich hatte auch keine zündende Idee und wir einigten uns auf Remis.

Thomas' erstes Spiel gegen Gunter Hülle (DWZ: 1526, ELO: 1745) vom SV Springer Leipzig war dagegen ziemlich aufregend. Die Zugzahl ist unbekannt, da sich beide Spieler vor Ablauf der ersten Bedenkzeit von je zwei Stunden in Zeitnot befanden. Da niemand wirklich wusste, ob die Züge geschafft waren, entschied der Schiedsrichter auf weiterspielen. Die Uhren wurden vorgestellt und es musste wieder geschrieben werden. Beim vorangegangenen Blitzen ergab sich aber bereits eine Remisstellung und die beiden Spieler einigten sich entsprechend.

Zum zweiten Spiel kam die BILD-Zeitung vorbei. Die Konzentration habe ich immer noch gesucht, dafür habe ich eine kritische Situation aber gut gemeistert. Meine Gegnerin Konstanze Ortlepp (DWZ: 1264, ELO: 1580) vom SG Turm Leipzig kämpte ebenfalls mit der Konzentration. Über das Remis waren wir beide froh.

Auch Thomas' zweites Spiel hat endlich mal nicht sooooo lange gedauert. Es war ein glanzloses Spiel, in dem die Figuren schnell abgetauscht wurden. Allerdings hatte Dr. Norbert Roß (DWZ: 1576, ELO: 1735) vom SV Oberursel das bessere Endspiel und gewann.

30.12.2013 (Daniela Hoffmann): Es hagelt wieder mal Remis. Thomas spielt das kürzeste Spiel seines Schachjahres. Nach 13 Zügen bietet Tobias Heinz (DWZ: 1398) vom SC Eschborn 1974 Remis und Thomas nimmt an.

Meine Partie dauert ca. 3,5 Stunden. Ich hatte ein gutes Gefühl, aber ein wirklicher Durchbruch war nicht möglich - für beide nicht. Corinna Patzak (DWZ: 1112) ebenfalls vom SC Eschborn 1974 bot mir Remis. Da ich in dieser Stellung bemerkte, dass ich meinen Mehrbauern wieder abgeben musste, habe ich angenommen. Wir haben die Partie auf dem Zimmer nachgespielt und auch weitergespielt - es wäre weiterhin eine Stellung ohne wirklichen Durchbruch entstanden.

Jetzt sind wir zufrieden, sowohl mit unserem Ergebnis als auch damit, dass alle Spiele geschafft sind. Auf gehts raus in die Altstadt, wir haben noch 1 Stunde und 45 Minuten bis zur Siegerehrung.

Den Pechvogel hat Thomas leider nicht bekommen. Auch die anderen Preise gingen an andere. Egal - Turniere machen immer wieder Spaß.

 
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