Kurz vor Christi Geburt - Schach in Fürstenwalde

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Kurz vor Christi Geburt

Römische Spiele

Der Dichter Publius Ovidius Naso schreibt seine "Liebeskunst", in der er nicht nur Unterricht erteilt in der Technik des Liebesspiels, sondern im Dritten Buch, das sich an das weibliche Geschlecht wendet, auch das (Brett-)Spiel als Mittel zum Zweck betrachtet.

Versuche dich in tausend Spielen, es ist blamabel, wenn ein Mädchen nicht versteht zu spielen, Spiel ist oft ein Nährboden für Liebe.

(Ovid, Die Liebeskunst, Berlin 1972, Schriften und Quellen der Alten Welt, Bd. 25, S. 143, Vers 367)
Es folgt eine zeitlose Warnung.
Dann sind wir unvorsichtig und zeigen uns im Eifer zu offen, hüllenlos liegt unser Wesen durch die Spiele vor Augen.
(ebenda, S.143, Vers 371)
Der Dichter beginnt den Abgesang seiner "Liebeskunst" mit den Worten
Das Spiel hat ein Ende…
(ebenda, S.167, Vers 809)

Tatsächlich dürfte die Ars amatoria einer der Gründe für Ovids Verbannung durch den Kaiser Augustus im Dezember des Jahres 8 n. Chr. nach Tomi am Schwarzen Meer gewesen sein.

 
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