Mai 1949 - Schach in Fürstenwalde

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Mai 1949

Schach im Spiegel der Nachkriegszeit

Um Flugzeug, Tank, Atombombe

bereicherte der transjordanische Politiker Nasouhi Bey Taher das seit Jahrhunderten unverändert gebliebene altindische Kriegsspiel Schach. Dem weltweiten Geschehen moderner Kriege Rechnung tragend, vergrößerte er auch das Spielfeld. Bei einer Seitenlänge von 12 Feldern (122 Spielfelder insgesamt) weist es 80 Felder mehr auf als das klassische Schachbrett. In einem Londoner Café führte jetzt Nasouhi westlichen Schachfreunden sein modernisiertes Spiel vor. Flugzeug und Tank rücken bereits auf dem Spielfeld vor, während die Atombomben an der Seite noch auf ihren Auftritt warten. Nasouhi pflegt sie immer erst als letzten Trumpf in die Schachschlacht zu werfen.
(Der Spiegel, Donnerstag, 12. Mai 1949, S. 12)
Tatsächlich finden sich auf dem beigefügten Foto, das wir unseren Lesern aus urheberrechtlichen Gründen vorenthalten müssen, auf dem Brett matchboxartige Flieger und Panzer, daneben stehend patronenförmige Spielsteine, die wohl die Bombe vorstellen sollen. Auch angesichts der 122 [sic!] Spielfelder mag man mehr an die 1. Aprilausgabe des Spiegels denken.

 
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