Um 500 v. Chr. - Schach in Fürstenwalde

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Um 500 v. Chr.

Ephesos

Heraklit(?), der "weinende Philosoph"

Abb.: Heraklit(?), der "weinende Philosoph" [38]

Höchst naturalistische Bronzebüste, gefunden in der Villa dei Papyri zu Herculaneum und fälschlich Seneca genannt
(Egon Caesar Conte Corti, Untergang und Auferstehung von Pompeji und Herculaneum, München 1940, Unterschrift zu Abb. 56)

Karl Schefold möchte die Büste dem Aristophanes zuweisen. Auch Hesiod wurde schon dieser Ehre teilhaftig. (vgl. Karl Schefold, Die Bildnisse der antiken Dichter, Redner und Denker, Basel 1997, S. 266 f. sowie das Handbuch der Formen- und Stilkunde Antike, Stuttgart 1981, S. 386)

Von Heraklit „dem Dunklen“ ist uns das düstere Bonmot überliefert:

Die Zeit (Aion) ist ein spielendes, Brettsteine setzendes Kind; ein Kind ist König.
(Wilhelm Nestle, Die Vorsokratiker, Jena 1929, S. 123)

Heraklit ist der Misanthrop unter den griechischen Philosophen. Bei Diogenes Laertius findet sich die nachfolgende Anekdote.

Er wich dem Verkehre aus und spielte im Artemistempel mit den Knaben Würfel, und als sich die Ephesier dort an ihn herandrängten, rief er ihnen zu: "Was wundert ihr euch, ihr heilloses Gesindel? Ist dies nicht eine anständigere Beschäftigung als mit euch die Staatsgeschäfte zu führen?"
(
Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen, Berlin 1955, II. Bd., S. 160)

 
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